Heuer war Runde 1 des SFV-Landescups gleich eine erste Standortbestimmung gegen Bürmoos. Die Blau-weißen verzichteten als Dritter auf den Aufstieg und werden erneut zu den stärksten Teams in der Salzburger Liga zählen.
Mit dabei waren sechs unserer Neuzugänge. Die beiden Rückkehrer Jacky Mitterbauer (Hallwang) und Jonas Illek (Eugendorf) standen ebenso in der Startelf wie Felix Scharinger (Gilgenberg) und Andreas Scheffenacker (Burghausen). Noah Bennour (Seekirchen) und der Slowene Irnes Ljubijankic (Hertha Wels) nahmen auf der Ersatzbank Platz. Nicht zur Verfügung standen unser neuer Spielertrainer Josef Höller (Bürmoos) sowie Wolfi Gappmaier (Verletzung), Noah Illek (rote Karte im Aufstiegskrimi) und „Super Mario“ Gratzl. Bei den Gästen begann der ehemalige Berndorfer Patrick Probst.
Unser neuer Kapitän Rapha Baier führte die Mannschaft auf den Platz. Die Bürmooser begannen stark, doch wir hielten gut mit. Da Schiedsrichterin Marina Zechner viel durchgehen ließ, gingen die Gäste sehr hart in die Zweikämpfe. Joel Wagner musste in der Anfangsphase zwei Mal aus seinem Kasten heraus eilen und war jeweils souverän zur Stelle. Die Blau-weißen erspielten sich Chancen und probierten es unter anderem mit einem Abschluss aus der Drehung. Doch wie gesagt: Wir hielten gut mit… und gingen in Führung. Die Bürmooser wehrten in Minute 28 einen unserer Angriffe ab und der Ball landete bei Felix Scharinger. Unsere Nummer 9 hatte Zeit am Ball und platzierte das Leder präzise im langen Eck! Drei Minuten später gab es knapp vor unserem Strafraum einen Freistoß für Bürmoos. Patrick Probst und Michael Switil standen beim Ball, Switil führte aus und Joel parierte den Schuss meisterhaft. Kurz darauf jagte Andreas Scheffenacker die Kugel über den Kasten der Gäste. Daniel Peterka köpfte das Leder bei einer Ecke neben unser Tor, dann ging es in die Kabinen.
Die Bürmooser wechselten in der Pause ein Mal und brachten Almir Omanovic für den gelb-rot gefährdeten Ivaylo Bogomilov in die Partie. Joel verhinderte in Minute 61 den Ausgleich, dann geigten wir groß auf: Jony Illek spielte mit Luki Rösslhuber einen Doppelpass und schloss ab. Sein Schuss führte zu einer Ecke. Die Gäste kamen an den Ball und versuchten, zu kontern. Wir gingen ins Gegenpressing und griffen selbst an, doch SV-Keeper Maximilan Eder fing den Pass auf Jacky Mitterbauer ab. Blau-weiß wechselte erneut. Nun ersetzten Philip Kirchtag und Manfred Pabinger Michael Switil und Daniel Peterka. Die Abseitsfalle stoppte einen guten Angriff der Gäste, anschließend schoss Luki die Kugel über das gegnerische Gehäuse. Beide Teams nahmen in der 78. Spielminute einen Wechsel vor. Wir brachten mit Andi Baumgartner (für Andreas Scheffenacker) einen frischen Angreifer ins Match, der die Gäste ständig unter Druck setzte. Der SVB nahm in der Abwehr eine Umstellung vor und wechselte Eric Wagner für Hasan Avdic ein. Ein Missverständnis zwischen Goalie Eder und seiner Verteidigung führte fast zur Vorentscheidung, doch Eder verhinderte das 2:0 gerade noch. In Minute 85 war Eder jedoch endgültig geschlagen: Andi Baumgartner hatte am Sechzehner den Ball und verzögerte das Spiel. Dann bediente er Felix Scharinger, der sofort Blertan Gashi anspielte. Blerti fackelte nicht lange, sondern jagte die Kugel aus gut zehn Metern ins Netz! 120 Sekunden später gab es einen Elfmeter für die Gäste. So kam es zum Duell Joel gegen Probstl. Sollte unsere Nummer 1 erneut zum Elfmeterkiller werden? Joel ging ca. einen Meter nach links und machte so die rechte Seite auf. Patrick nahm die vermeintliche Einladung an und schoss nach rechts. Joel wollte genau das erreichen und wehrte den Strafstoß ab! Was für eine Falle! Der Bürmooser Josef Urban sah in der Nachspielzeit für ein überhartes Einsteigen die rote Karte, dann war das Spiel vorbei.
Wir stehen nun dank diesem souveränen Auftritt in der zweiten Cuprunde. Unsere Burschen zeigten sowohl individuell wie auch als Einheit eine extrem starke und so früh in der Saison noch nicht zu erwartende Leistung. Da kann man nur der Hut ziehen.
Oder um es mit Marko Arnautovic zu halten: „Shampoo.“
Wolfgang Rockenschaub

