Anthering, 18:15 Uhr: Anpfiff zum ersten Relegationsspiel in der mittlerweile 66jährigen Geschichte unseres Vereins. Bei den Hausherren saß Goalgetter Maxi Dicker zunächst im Derby nur auf der Bank, der ebenfalls angeschlagene Johann Högler stand jedoch in der Startelf. Bei uns stand Joel Wagner aus privaten Gründen nicht zur Verfügung und wurde von Phil Strasser vertreten. Ansonsten konnten wir aus dem Vollen schöpfen und schickten eine hochkarätige Mannschaft auf den Platz.
Wir traten im Derby mit breiter Brust auf und übernehmen sofort das Kommando. Luki Rösslhuber kam in Minute 16 im Strafraum an den Ball, sein Schuss wurde jedoch geblockt. Bei der anschließenden Ecke kam unser Innenverteidiger Mario Gratzl zum Abschluss. Bei uns lief sehr viel über Kilian Mair, der immer wieder gesucht, gefunden und gefährlich wurde. Die Antheringer kamen zunächst nur mit langen Bällen und Kontern aus der eigenen Hälfte heraus. Kapitän Berni Biribauer spielte im Zentrum groß auf. Biri wurde in Minute 29 brutal im Mittelfeld von Ilyas Ikache gefoult. Für uns Schwarz-Gelbe eine klare rote Karte, für Schiedsrichter Florian Grabner bloß „Gelb“. Kili überhob vier Minuten später den ersten Gegner und sprintete dem zweiten Verteidiger davon. Er zog ab und traf die Latte! Das wäre die verdiente Führung gewesen. Die Gastgeber erspielten sich in der Schlussphase von Hälfte 1 ein paar Abschlüsse und trafen die Latte. Wir hätten dafür einen Ballverlust von Ikache am eigenen Strafraum ausnützen können, ja fast müssen. Wir konnten unsere klare Überlegenheit leider nicht in Treffer ummünzen.
Beide Teams wechselten in der Halbzeit ein Mal. Bei uns kam Dani Manglberger für den offenbar angeschlagenen Biri in die Partie, die SVA brachte Maxi Dicker für Ikache. Die Antheringer gaben nun Gas. Wir waren noch nicht ganz in der Partie angekommen, als Bastian Kühleitner in der 49. Minute das 1:0 erzielte. 180 Sekunden später setzte sich Kili erneut durch und beförderte den Ball in die Mitte. Dort stand Janik Lindner goldrichtig und stellte mit einem sehenswerten Fersler auf 1:1. Die Hausherren nutzen sieben Minuten später (59.) eine Unsicherheit in unserer Abwehr und kamen durch Högler zum 2:1. Wir brachten anschließend Noah Illek für Kili ins Spiel. Noah ordnete sich auf der linken Seite ein und Janik ging nach rechts. Rapha Baier probierte es kurz darauf mit einem Schuss aus der Distanz, schoss allerdings über den Kasten. Dann legte Luki den Ball zu Janik ab, der diesen anschließend in die Mitte spielte. Doch dort stand mal wieder keiner. Wir kamen zu Chancen, aber irgendwie funktionierte die Strafraumbesetzung nicht so wirklich. Dicker dirigierte mit seinem Passspiel Antherings Offensive und hatte bei ihnen frischen Wind in die Partie gebracht. In Minute 72 kam es – wie so oft in diesen Derbies – zur klassischen „Dicker-Szene“. Er suchte kurz vor dem Strafraum den Kontakt und zog das Foul. Er legte sich den Ball zurecht und jagte den Freistoß ins Tor. 3:1… Blertan Gashi und Andi Baumgartner ersetzten in der Schlussphase Janik und Gappo. Bei unseren Burschen war irgendwie die Luft raus. Vielleicht hatten sie sich in der starken ersten Hälfte aufgerieben. Die Gastgeber hatten einige Topchancen, doch es blieb beim 3:1.
Damit hatten die Antheringer ihre Ausgangslage für das Rückspiel deutlich verbessert. „Verbessert“ heißt allerdings noch lange nicht „entschieden“. Maxi Dicker sagte nämlich während des Spiels: „Wir brauchen noch ein Tor, dann geht’s im Rückspiel um nix mehr.“
Das vierte Tor konnten sie jedoch nicht erzielen. Somit geht es am Samstag um 17:00 Uhr also noch um alles. Und das wissen die Antheringer auch. Wenn sie vor dem Rückspiel Angst haben, dann bereiten wir ihnen einen „gebührenden“ Empfang.
Nehmt alles und jeden mit, der, die oder das laut sein kann! Die Relegation wird schließlich in und von Berndorf entschieden! Wir sind in ihren Köpfen, haben nichts zu verlieren und sind das stärkere Kollektiv!
Wolfgang Rockenschaub

