Auf den tollen Saisonstart folgten vier Niederlagen in Serie. Würde uns im Heimspiel gegen Siezenheim die Trendwende gelingen?
Da Noah Illek wegen Rückenproblemen nicht spielen konnte, stand sein Bruder Jonas in der Startelf. Kili Maier nahm dieses Mal auf der Ersatzbank Platz und wurde im Sturm durch Felix Scharinger vertreten. Das bisherige 4-3-3-System wich an diesem 10. Spieltag dem 4-4-2 aus den Vorjahren. „Hoizi“ ordnete sich deshalb links im Mittelfeld ein.
Das Duell USV gegen UFC war zunächst ausgeglichen und wurde offen geführt. Statt einem Abwarten gab es ein Hin und Her. Die Gäste hatten in der vierten Minute die Führung am Fuß, konnten diese Chance aber nicht verwerten. Kurz darauf war Rapha Baier gezwungen, einen Angriff mit einem Foul zu stoppen und sah dafür „Gelb“. Dann kamen unsere Burschen jedoch immer wieder nach vorne. In der 18. Spielminute beförderten wir den Ball nach einer Ecke in die Mitte, kamen im anschließenden Gestocher allerdings nicht zum Abschluss. Wenig später wurde „Super Mario Gratzl“ bei einer tollen Freistoßvariante freigespielt. Er zog in den Strafraum, doch UFC-Keeper Niklas Ebner war zur Stelle. Dann schickten wir Felix Scharinger ins Laufduell mit einem gegnerischen Verteidiger, dieser kam jedoch gerade noch vor ihm an den Ball. Als nächstes schoss Mario aus aussichtsreicher Position am Tor vorbei.
Im Gegenzug tauchte Siezenheims Dominik Prötsch vor unserem Tor auf und ließ eine Topchance liegen. Puh… Die Gäste mit den ebenfalls schwarz-gelben Farben kamen zu weniger Gelegenheiten als wir, dafür waren all ihre Hochkaräter. Und sie kauften uns immer wieder mit teilweise mehr als hart geführten Zweikämpfen den Schneid ab. Sie gewannen die direkten Duelle und eroberten oft die zweiten Bälle. Nach einem dieser Duelle sah es so aus, als würde Dani Manglberger nicht mehr weitermachen können. Unsere Nummer 18 kehrte zum Glück ein paar Minuten später zurück auf den Rasen.
Dann überschlugen sich die Ereignisse: Erst musste Joel seinen Kasten verlassen, um einen Angriff zu entschärfen, dann schoss Andi Scheffenacker auf der anderen Seite des Feldes knapp links am Tor vorbei. Und auf einmal war Maximilian Breitenthaler auf und davon und stellte auf 0:1. Zwei Minuten später war Waldmann durchgebrochen und legte den Ball quer, doch Joel war vor einem Angreifer dran. Anschließend hatten Luki Rösslhuber und „Mångs“ kurz vor dem Pausenpfiff die Gelegenheit zum Ausgleich.
Unser Trainerteam sprach in der Kabine klar unsere Fehler an und entschied sich, unsere Nummer 12 zu bringen. Andi Baumgartner ersetzte im Sturm Felix Scharinger und brachte – wie gewohnt – mehr Physis in unser Spiel. Nebenbei hatte Mario noch angekündigt, dass er nach seinen beiden vergebenen Chancen „dann halt in Hälfte zwei treffen“ werde.
Wir kamen nun besser in die Zweikämpfe und hielten gut dagegen. Dann standen Andi und Mario gemeinsam im Fokus: „Baumi“ setzte seinen Körper geschickt ein und holte eine Ecke heraus – die „Super Mario“ nutzte, um einmal mehr per Kopf zuzuschlagen! Somit stand es nach 53 Minuten wieder Unentschieden. Kili Maier kam für Janik ins Spiel und besetzte die linke Seite, „Hoizi“ wechselte in die Abwehr. In Minute 68 stand dann unserer zweiter Andi (Scheffenacker) im Mittelpunkt: Er kam an den Ball, ging am Gegner vorbei, und jagte die Kugel mit so viel Kraft ins Netz, dass man sie kaum sah! Ein Traumtor zum 2:1!
Wir übernahmen mit der Führung im Rücken das Spiel, ließen sowohl den Ball wie auch die Siezenheimer laufen. Mario musste ein Mal in unserem Strafraum mit einer tollen Grätsche einen Angriff unterbinden, dann kam von den Gästen jedoch nicht mehr viel. Wir erspielten uns hingegen einige gute Chancen zum 3:1. Zehn Minuten vor Schluss wurde Kili am linken Flügel mit einem langen Ball gesucht und gefunden. Er nahm das Leder stark mit, zog nach innen, ging am Gegenspieler vorbei, schoss und traf! Siezenheims Ebner brachte seine Hand an den Ball, konnte jedoch nichts mehr ausrichten. Wenig später musste UFC-Kapitän Corvin Resch wegen Gelb-rot vom Platz und wir ließen nichts mehr anbrennen.
Diese drei Punkte kommen gerade zur rechten Zeit. Wir konnten uns in den letzten Wochen nie für gute Leistungen belohnen. Das hat sich an diesem Spieltag geändert.
Wolfgang Rockenschaub

