AllgemeinFranz Jessner – eine schwarz-gelbe Legende ist nicht mehr!

10. Januar 2021

„Wer hat die Welt so schön gemacht, wer hat das Fußballspiel erdacht?“

Die erste Zeile unseres Fußballliedes beschreibt die große Leidenschaft von Franz Jessner. Ohne ihn hätte es unseren Verein in dieser Form und seit mittlerweile sechs Jahrzehnten nicht gegeben. Denn der 17jährige Franz ging Ende der 50er Jahre zu Schuldirektor Franz Mattle und bat ihn, einen Verein zu gründen. Den „Dorfbuam“ war es nämlich zu langweilig geworden, immer nur ein „Berndorfer Derby“ gegen die Mitarbeiter der Schuhfabrik Pfeil zu spielen. So kam der „Stein“ oder besser gesagt der Ball ins Rollen und die Gründung des USV Berndorf nahm seinen Lauf. Überflüssig zu erwähnen, dass Franz der allererste Kapitän des Vereins wurde. Franz war ein trickreicher, intelligenter und abschlussstarker Stürmer, bis eine schwere Verletzung Anfang der 70er Jahre seiner aktiven Karriere ein Ende gesetzt hatte.

Doch ein Leben ohne Fußball war für Franz unvorstellbar. Fortan vermittelte er als Trainer sein Wissen, Können und seine Leidenschaft für den Fußball an die Kampfmannschaft des SV Michaelbeuern. Doch damit war seine Mission nicht beendet. Nach seiner Rückkehr führte er unseren Verein mit viel Umsicht und Empathie an die Spitze der damals sehr starken 1. Klasse Nord. Auch in seiner Funktion als Obmann-Stellvertreter und später als Bürgermeister hat er seinen Verein wesentlich geprägt.

Franz war bei allen Heimspielen seines USV dabei. Nur in der letzten Zeit hat er immer öfter gefehlt. Das ist allen aufgefallen. Er hat uns gefehlt. Wir hätten noch so viele Fragen anlässlich des 60jährigen Jubiläums seines Vereines an ihn gehabt.

Am 6. Jänner 2021 hat jedoch, für alle von uns überraschend, sein schwarz-gelbes Herz zu schlagen aufgehört. Eine schwarz-gelbe Legende ist nicht mehr unter uns. Und so verabschieden wir unseren „Jessner Franz“ in großer Dankbarkeit und Freundschaft mit den letzten Zeilen unseres Fußballliedes:

„Und wenn ich einst gestorben bin, so trägt man mich zum Friedhof hin. Und auf die kalte Brust gespannt ein schwarz und gelbes Fußballband. Schwarz und gelb, wie lieb´ ich dich, schwarz und gelb ist auch ein letzter Gruß für mich.“

Pfiat di, Franz!

Wolfgang Rockenschaub und Horst Mühlbacher

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